Richtig Lüften

Gerade in Neubauten mit hohem Wärmeschutzstandard wird die Wohnraumbelüftung immer wichtiger. Mit dem richtigen Lüftungsverhalten schaffen Sie nicht nur ein angenehmes Wohn- und Raumklima, sondern schützen gleichzeitig Ihr Zuhause vor Schäden am Gebäude.
Richtiges Lüften für Gesundheit und Bautenschutz
Warum richtiges Lüften so wichtig ist:
  • Die Raumluftfeuchtigkeit wird reguliert und dadurch die Schimmelpilzbildung unterbunden
  • Die verbrauchte Atemluft wird erneuert
  • Geruchs- und Schadstoffe werden abtransportiert
  • Gesundes Raumklima für Ihr Zuhause
  • Richtiger Feuchteschutz für Ihr Gebäude
  • Transmissionswärmeverluste werden gering gehalten und dadurch Heizkosten reduziert
Richtiges Lüftungsverhalten für Wohnräume - Die Fensterlüftung

Die Fensterlüftung stellt die einfachste Art dar, wie in kurzer Zeit die Raumluft ausgetauscht, die Luftfeuchtigkeit reguliert und die Gefahr von Schimmelpilzbildung reduziert werden kann. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:
Lueften_Spalt.jpg
Spaltlüftung

Die Spaltlüftung ist bei heutigen Wärmeschutzstandards vor allem im Winter und in Feuchträumen nicht empfehlenswert. Das Fenster wird lediglich gekippt, um die frische Luft eindringen zu lassen. Besonders über einen längeren Zeitraum hinweg ist von dieser Lüftungsart abzuraten. Denn hierbei kühlt die Fensterleibung stärker ab und die Gefahr von Tauwasser und damit Schimmelbildung an den Leibungen steigt.
Lueften_Spalt.jpg
Stoßlüftung

Die Fensterflügel werden über einen kurzen Zeitraum (4 – 10 Minuten) komplett geöffnet. Die Luft wird so schnell ausgetauscht, Energieverluste werden minimiert.

Lueften_Spalt.jpg
Querlüftung

Die Querlüftung ist die effektivste Art des Lüftens. Dazu werden Fenster und Türen geöffnet und durch den Durchzug kann die komplette Zimmerluft schon innerhalb von 2 – 4 Minuten ausgetauscht werden.


Seit 2009 ist gemäß der DIN 1946-6 für alle Neubauten ein Lüftungskonzept zwingend erforderlich. Im Falle einer Renovierung muss ebenfalls ein Lüftungskonzept erstellt werden, wenn bei Ein- und Mehrfamilienhäusern mehr als 1/3 aller Fenster ausgetauscht werden oder mehr als 1/3 der Dachfläche neu gedämmt wird.